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MARTHA MARCY MAY MARLENE
Ein Film von Sean Durkin
USA 2010, 101 min, Omu
EXKLUSIV IM GARTENBAUKINO! Spielzeiten in der Woche vom 22.6. - 28.6. 2012: Freitag 22:30 Samstag 22:30 | ![]() |
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Martha Marcy May Marlene beginnt damit, dass eine junge Frau, die in verschiedenen Stadien des Films alle diese vier Namen tragen wird, versucht, sich von ihrem Leben in der Sekte zu emanzipieren und sich in einer Hütte am See, die ihrer Schwester gehört, wieder an das normale Leben zu gewöhnen. Vage chronologische Rückblenden an ihre Zeit in der Gruppe akzentuieren ihre Erinnerung. Das Leben in der Sekte war alles andere als einfach: harte Arbeit auf den Feldern, erzwungener Sex mit dem Sektenfüher und die nagende Sehnsucht, dazuzugehören, trugen zu ihrer Verwirrung bei. Als ihre Ersatzfamilie sich daran macht, in kriminelle Aktivitäten verstrickt zu werden, beginnt sie sich auf die Flucht vorzubereiten, aber so einfach wird sie die Sekte nicht los.
Sean Durkins Film ist bemerkenswert, weil er die Konventionen und Erfordernisse, mit denen dieses Thema im Allgemeinen behandelt und oft auch ausgebeutet wird, schlicht verweigert. Durkin interessiert sich nicht für die reißerischen Details, sondern vielmehr für die psychologischen Gründe, warum sich Martha überhaupt in diese Ersatzfamilie hineinbegeben hat. Seine Aufmerksamkeit für bestimmte Gesten und für Augenblicke der Verletzlichkeit ist beeindruckend; und auch mit den unvermeidlichen Momenten des Schreckens geht Durkin höchst subtil um. Wenn man seine pyschologische Beziehung zu den Figuren und den Fokus, den der Film auf die Landschaft als Metapher legt, betrachtet, kommt man nicht umhin, sich an die frühen Filme von Terrence Malick erinnert zu fühlen.
Man braucht eine besonders begabte Schauspielerin, um Marthas wild miteinander streitende Emotionen glaubhaft zu reflektieren. Elizabeth Olsen schafft das in ihrem viel versprechenden Debüt in beeindruckender Weise. Und auch John Hawkes gibt eine preiswürdige Darstellung als der charismatische Sektenführer. (Viennale Katalog 2011)
PRESSESTIMMEN
A deft, old-school psychological thriller that relies mainly on the power of suggestion.
Nicht zuletzt dank seiner großen Endeckung Elizabeth Olsen ist Regisseur Sean Durkin mit diesem formal bemerkenswert präzisen Film ein erstaunliches Debüt gelungen.
Martha Marcy May Marlene is a truly haunting tale reinforcing the notion that nothing is more terrifying than fear itself.
Regisseur Sean Durkin ist es mit seiner behutsamen Inszenierung gelungen, einen feinen kleinen Indie-Streifen zu drehen.
A mesmerizing feature debut from writer-director Sean Durkin. |
Regie Sean Durkin Drehbuch Sean Durkin Kamera Jody Lee Lipes Schnitt Zac Stuart-Pontier Ton Coll Anderson Musik Saunder Jurriaans, Danny Bensi Ausstattung Chad Keith Kostüm David Tabbert
Darsteller Elizabeth Olsen, Sarah Paulson, John Hawkes, Hugh Dancy, Christopher Abbott, Brady Corbet, Maria Dizzia, Julia Garner, Louisa Krause
Verleih ABC
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